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Vier weitere Neuzugänge

Das Trikot der Crocodiles passt Max Binder (links) schon mal. Der ESV Waldkirchen und Trainer Matthias Nickolmann setzen in der Spielzeit 22/23 auch auf den 16-Jährigen aus Böhmzwiesel. −Fotos: Verein Von Michael Duschl In einem Monat beginnt sie schon wieder, die Vorbereitung auf den nächsten Winter – und die neue Eishockey-Saison. Landesligist ESV Waldkirchen hat seinen Kader bereits beisammen. In den vergangenen Wochen trocknete die Tinte unter weitere Verträge und der neue Cheftrainer Matthias Nickolmann (40) hat am Montag gegenüber der PNP vier weitere Neuzugänge bestätigt. Die Fans der Karoli-Krokodile dürfen sich freuen auf drei höherklassig erprobte Spieler: Petr Sulcik (38), Tomas Parizek und Tomas Rousek (beide 28). Außerdem ist mit Max Binder ein Eigengewächs aus Böhmzwiesel fest eingeplant im Kader des Landesligisten. Der 16-Jähriger erhält eine Förderlizenz und steht symbolisch für einen Weg, den die Waldkirchner in naher Zukunft öfter gehen möchten: „Wir wollen auf junge Spieler aus den eigenen Reihen bauen und sie fest in die erste Mannschaft aufnehmen“, betont Nickolmann. Binder ist Verteidiger und soll den deutlich erfahrenen Puckjägern an seiner Seite „nochmal neuen Schwung verleihen“, wie Nickolmann zusammenfasst. Im gleichen Atemzug richtet er Mut machende Worte an den Youngster: „Wir drücken alle die Daumen und freuen uns auf die neue Saison mit ihm.“ In seiner Premierensaison wird Binder namhafte Kerle in der Kabine treffen. Mit der Verpflichtung von Petr Sulcik ist den Crocodiles ein Coup gelungen. „Petr ist das i-Tüpfelchen in der Mannschaftsplanung“, sagt Nickolmann dazu. Der Tscheche , der schon in Diensten der Passau Black Hawks spielte, hat zwar einige Jahre auf dem Buckel (38), zeigte aber in der zurückliegenden Spielzeit, dass er in der Landesliga zu den besten Stürmern gehört: 25 Tore erzielte er für die Dingolfinger Isar Rats und geht nun im Krokodilstrikot auf Torejagd. Mit Vorlagen bedient werden soll Sulcik von zwei Freunden aus Tschechien: Tomas Rousek und Tomas Parizek sind den Eishockeyfans in der Region ein Begriff und sollen in Waldkirchen ihre Erfahrung ausspielen. Fragezeichen hinter Zukunft von Benedikt Böhm Damit umfasst der neue Crocodiles-Kader bislang 19 Spieler, plus unter Vorbehalt Benedikt Böhm. Der 26-Jährige stand bereits vergangene Saison für den ESV auf dem Eis und wird dies auch weiter tun, sofern sich nicht noch eine Gelegenheit ergibt in die Oberliga (3. Liga) zu wechseln. „Benedikt wird im September bei uns starten und dann schauen wir mal“, sagt Nickolmann entspannt. Veränderungen wird es übrigens auch an der Bande geben in Waldkirchen: Matthias Nickolmann wird vom Manager zum Trainer. Die Vorstandschaft hat den 40-Jährigen als Nachfolger von Benoit Doucet (jetzt EV Moosburg) auserkoren.

Crocodiles Cup ein voller Erfolg

Crocodiles Cup ein voller Erfolg Gastgeber ESV Waldkirchen wird bei Inline-Turnier unter sechs Teams Zweiter 02.06.2022 | Stand 01.06.2022, 22:43 Uhr Mannschaftsfoto mit Betreuern: Die "Young Crocodiles" haben sich bei ihrer Turnier-Premiere durchaus "bissig" gezeigt. −Fotos: Sven KaiserSven Kaiser Mannschaftsfoto mit Betreuern: Die "Young Crocodiles" haben sich bei ihrer Turnier-Premiere durchaus "bissig" gezeigt. −Fotos: Sven KaiserSven Kaiser Waldkirchen. Sechs junge Inline-Hockey-Mannschaften, 24 packende Spiele mit 94 Toren, insgesamt rund 280 Spieler, Betreuer und Eltern in der Karoli-Halle – und ein starker Gastgeber, der sich erst im Finale den "Wanderers Germering" mit 1:5 geschlagen geben musste: Der "1. Crocodiles Cup" des ESV Waldkirchen war beste Werbung fürs Inline-Hockey nach Eishockey-Regeln, so dass sich alle Teams bereits für die zweite Auflage des Turniers 2023 angemeldet haben. "Sommer-Eishockey" auf Inline-Skatern – macht das denn Sinn? Sehr wohl, sagt ESV-Jugendleiter Stefan Haidl: "Um den Kindern auch im Sommer – neben dem normalen Konditions- und Koordinationstraining iIhre Lielingssportart in Wettkampfatmosphäre zu bieten, haben wir uns entschlossen dieses Turnier auszurichten." Nach der Anreise am Freitag stand am Samstag die Vorrunde mit 15 Partien im Modus "Jeder gegen jeden" auf dem Programm, Spielzeit jeweils 20 Minuten nach Eishockey-Regeln - das macht das Turnier in Bayern einzigartig, denn beim klassischen Inline-Hockey gelten teils andere Regeln. Am Sonntag folgten dann die Quali-Runde der drei schlechter platzierten Teams der Vorrund e für das Spiel um Platz 3 – und die Finalrunde der drei besten Vorrundenteams. Die "Young Crocodiles" gewannen, angefeuert von Eltern und Betreuern, gleich das Auftaktmatch gegen den ERSC Ottobrunn mit 3:1 und ließen drei weitere Vorrunden-Erfolge mit 3:2 gegen EHC Klostersee, 5:3 gegen EHC Bad Aibling und 2:1 gegen die SE Freising Black Bears folgen. Lediglich die Wanderers Germering erwiesen sich als zu stark und fügten den "Young Crocodiles" aus dem Bayerwald mit 0:3 die einzige Vorrunden-Niederlage zu. Somit waren die "jungen Krokodile" hinter Germering (fünf Siege, 15 Punkte) als Vorrundenzweiter (vier Siege, 12 Punkte) vor dem ERSC Ottobrunn (6 Punkte) für die sonntägliche Hauptrunde qualifiziert. Hier gab es ein 1:1 gegen Germering sowie ein klares 5:2 gegen Ottobrunn. Waldkirchen ging somit sogar als Hauptrunden-Erster mit vier Punkten vor Germering (2) und Ottobrunn (1) in die Finalspiele. Das Duell um Platz 54 entschied Freising mit 3:1 gegen Bad Aibling für sich. Im Spiel um Platz 3 musste das Penaltyschießen entscheiden, bei dem sich letztlich Klostersee gegen Ottobrunn (2:1 n.P.) durchsetzte. Das Finale Germering gegen Waldkirchen war dann mit 5:1 eine klare Angelegenheit für die Wanderers. Doch die Young Crocodiles haben als Zweiter eine tolle Turnierpremiere geliefert und freuen sich bereits auf eine Neuauflage 2023. − red Vollen Einsatz legten die Young Crocodiles (grüne Trikots) vor allem gegen den späteren Turniersieger Wanderers Germering an den Tag. Vollen Einsatz legten die Young Crocodiles (grüne Trikots) vor allem gegen den späteren Turniersieger Wanderers Germering an den Tag.

ESC Haßfurt vs ESV Waldkirchen

Wieder ein Eishockeyfest, wieder kein Sieg gegen ein Topteam: Der ESV Waldkirchen blickte gestern einmal mehr mit gemischten Gefühlen auf einen weiteren tollen Abend in der Karoli-Eishalle zurück – allerdings feierten nach packenden 60 Spielminuten nicht die "Crocodiles", sondern tanzten die Gäste vom ESC Haßfurt mit ihren Fans übers Eis.

Die zahlreich mitgereisten Anhänger der Hawks hatten reichlich Grund zur Freude, mit 9:6 (3:0, 3:3, 3:3) gewannen die Unterfranken vor 305 Zuschauern. Damit ist Haßfurt in der Landesliga-Meisterrunde 1 nach sieben Spielen ungeschlagen und steht dicht vor dem Aufstieg in die Bayernliga. Die "Crocodiles" dagegen kassierten im vierten Meisterrundenspiel die dritte Niederlage, haben immer noch (theoretische) Chancen auf den Einzug ins Halbfinale – sofern dieses überhaupt ausgetragen wird. Das entscheidet sich erst in den nächsten Tagen bzw. bis Sonntag, wenn die Auf- und Abstiegsrunden abgeschlossen werden.

Im Heimspiel gegen die bislang stärkste Mannschaft der Runde verkauften sich die Waldkirchner einmal mehr gut. "Sechs Tore muss man erst einmal gegen diese super Mannschaft schießen", lobt Matthias Nickolmann. Allerdings war die Chancenverwertung immer noch nicht gut genug und letztlich ausschlaggebend für die Niederlage: "Im ersten Drittel haben wir sechs Minuten in Überzahl gespielt, da müssen wir einfach treffen, dann läuft das Spiel vielleicht anders." So lagen die Gastgeber nach 20 Minuten mit 0:3 zurück und spätestens nach der Hälfte der Spielzeit waren beim Stand von 1:6 die Kräfteverhältnisse geklärt. Trotz Treffern von Benedikt Böhm, Laurens Ober und Thomas Vezina (alle 2) kam die Mannschaft von Trainer Benoit Doucet nicht mehr heran und musste dem ESC zum verdienten Sieg gratulieren. "Die haben schon richtig gut gespielt, das ist schönes Eishockey und macht Laune", sagte Nickolmann anerkennend in Richtung des ambitionierten Klubs aus Unterfranken.

Rückspiel in Dingolfing am Donnerstagabend

In dieser Woche soll nun die Meisterrunde beendet werden. Für die zwischenzeitlich von Coronafällen beeinträchtigten "Crocodiles" bringt das ein Mammutprogramm mit sich. Die ausgefallenen Spiele in Pegnitz und Dingolfing sollen laut Bayerischem Eishockey-Verband (BEV) noch nachgeholt werden. Allerdings wissen die Waldkirchner nicht, wie sie der Ansetzung der Partie in Pegnitz (einfache Fahrtstrecke ca. 260 Kilometer) nachkommen sollen. Weil die "ice dogs" am Mittwoch kein Eis mehr in ihrer Halle haben, müsste das Spiel am Dienstagabend ausgetragen werden. "Unmöglich", sagen die Waldkirchner. "Wir sind keine Profis", merkt Nickolmann in diesem Zusammenhang an. Zumal die "Crocodiles" schon ein Nachholspiel an einem Werktag austragen (Donnerstag, 20 Uhr, in Dingolfing). Bis Redaktionsschluss war nicht geklärt, wie mit dem Spiel in Pegnitz verfahren wird. In Waldkirchen wünscht man sich eine sportliche faire Lösung.

Waldkirchen – Haßfurt 6:9 (0:3, 3:3, 3:3) / Tore: 0:1 Jan Trübenekr (3.); 0:2 Christian Dietrich (17.); 0:3 Jakub Sramek (18.);1:3 Benedikt Böhm (21.); 1:4 Dominik Tobola (22.); 1:5 Sramek (26.); 1:6 Trübenekr (29.); 2:6 Laurens Ober (34.); 3:6 Thomas Vezina (35.); 3:7, 3:8 Sramek (46., 47.); 4:8 Böhm (48.); 5:8 Vezina (57.); 5:9 Dietrich (58.); 6:9 Ober (58.).

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