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ESC Haßfurt vs ESV Waldkirchen

Wieder ein Eishockeyfest, wieder kein Sieg gegen ein Topteam: Der ESV Waldkirchen blickte gestern einmal mehr mit gemischten Gefühlen auf einen weiteren tollen Abend in der Karoli-Eishalle zurück – allerdings feierten nach packenden 60 Spielminuten nicht die "Crocodiles", sondern tanzten die Gäste vom ESC Haßfurt mit ihren Fans übers Eis.

Die zahlreich mitgereisten Anhänger der Hawks hatten reichlich Grund zur Freude, mit 9:6 (3:0, 3:3, 3:3) gewannen die Unterfranken vor 305 Zuschauern. Damit ist Haßfurt in der Landesliga-Meisterrunde 1 nach sieben Spielen ungeschlagen und steht dicht vor dem Aufstieg in die Bayernliga. Die "Crocodiles" dagegen kassierten im vierten Meisterrundenspiel die dritte Niederlage, haben immer noch (theoretische) Chancen auf den Einzug ins Halbfinale – sofern dieses überhaupt ausgetragen wird. Das entscheidet sich erst in den nächsten Tagen bzw. bis Sonntag, wenn die Auf- und Abstiegsrunden abgeschlossen werden.

Im Heimspiel gegen die bislang stärkste Mannschaft der Runde verkauften sich die Waldkirchner einmal mehr gut. "Sechs Tore muss man erst einmal gegen diese super Mannschaft schießen", lobt Matthias Nickolmann. Allerdings war die Chancenverwertung immer noch nicht gut genug und letztlich ausschlaggebend für die Niederlage: "Im ersten Drittel haben wir sechs Minuten in Überzahl gespielt, da müssen wir einfach treffen, dann läuft das Spiel vielleicht anders." So lagen die Gastgeber nach 20 Minuten mit 0:3 zurück und spätestens nach der Hälfte der Spielzeit waren beim Stand von 1:6 die Kräfteverhältnisse geklärt. Trotz Treffern von Benedikt Böhm, Laurens Ober und Thomas Vezina (alle 2) kam die Mannschaft von Trainer Benoit Doucet nicht mehr heran und musste dem ESC zum verdienten Sieg gratulieren. "Die haben schon richtig gut gespielt, das ist schönes Eishockey und macht Laune", sagte Nickolmann anerkennend in Richtung des ambitionierten Klubs aus Unterfranken.

Rückspiel in Dingolfing am Donnerstagabend

In dieser Woche soll nun die Meisterrunde beendet werden. Für die zwischenzeitlich von Coronafällen beeinträchtigten "Crocodiles" bringt das ein Mammutprogramm mit sich. Die ausgefallenen Spiele in Pegnitz und Dingolfing sollen laut Bayerischem Eishockey-Verband (BEV) noch nachgeholt werden. Allerdings wissen die Waldkirchner nicht, wie sie der Ansetzung der Partie in Pegnitz (einfache Fahrtstrecke ca. 260 Kilometer) nachkommen sollen. Weil die "ice dogs" am Mittwoch kein Eis mehr in ihrer Halle haben, müsste das Spiel am Dienstagabend ausgetragen werden. "Unmöglich", sagen die Waldkirchner. "Wir sind keine Profis", merkt Nickolmann in diesem Zusammenhang an. Zumal die "Crocodiles" schon ein Nachholspiel an einem Werktag austragen (Donnerstag, 20 Uhr, in Dingolfing). Bis Redaktionsschluss war nicht geklärt, wie mit dem Spiel in Pegnitz verfahren wird. In Waldkirchen wünscht man sich eine sportliche faire Lösung.

Waldkirchen – Haßfurt 6:9 (0:3, 3:3, 3:3) / Tore: 0:1 Jan Trübenekr (3.); 0:2 Christian Dietrich (17.); 0:3 Jakub Sramek (18.);1:3 Benedikt Böhm (21.); 1:4 Dominik Tobola (22.); 1:5 Sramek (26.); 1:6 Trübenekr (29.); 2:6 Laurens Ober (34.); 3:6 Thomas Vezina (35.); 3:7, 3:8 Sramek (46., 47.); 4:8 Böhm (48.); 5:8 Vezina (57.); 5:9 Dietrich (58.); 6:9 Ober (58.).

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