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Spieler nimmt Referee in Schwitzkasten

Eishockey: Trostberger Weberstetter rastet im Heimspiel gegen Waldkirchen (4:7) aus

Trostberg Chiefs – ESV Waldkirchen 4:7. Folgenschwerer Ausraster im Abstiegskampf: Stefan Weberstetter (Mitte), hier gegen Waldkirchens  Ivo Kotaska (links) und Robrt Vavroch, attackierte in der zweiten Drittelpause den Schiedsrichter, als dieser auf dem Weg in die Kabine war. −Foto: Christian Butzhammer

Trostberg. Frustrierender hätte der Sonntagabend für die Trostberg Chiefs nicht laufen können: Sie verloren nicht nur das Spiel, sondern auch ihren offensivstärksten Verteidiger. Bei der 4:7 (1:2, 1:2, 2:3)-Niederlage gegen den ESV Waldkirchen in der Abstiegsrunde der Eishockey-Landesliga brannten Stefan Weber-stetter die Sicherungen durch. Der 30-Jährige – als Heißsporn bekannt, aber in dieser Saison bislang sehr diszipliniert unterwegs – erlaubte sich in der zweiten Drittelpause eine Tätlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter und kassierte eine Matchstrafe.

Zu diesem Zeitpunkt war Weberstetter wegen eines Kniechecks bereits mit einer Fünf-plus-Spieldauerstrafe (26.) zum Duschen geschickt worden. Doch anstatt sich nach dieser sehr harten und umstrittenen Entscheidung in den Katakomben zu beruhigen, wartete er am Treppenabgang zu den Kabinen auf Schiedsrichter Maximilian Tschichoflos, wurde handgreiflich und schubste den Unparteiischen. In der offiziellen Meldung des Schiedsrichters heißt es wortwörtlich: „Auf dem Weg zur Kabine passte der Spieler die Schiedsrichter ab und nahm einen von ihnen in den Schwitzkasten.“ Weberstetter zog den Griff sogar noch enger und warf den Referee zu Boden. Eine Entgleisung, die die Schiedsrichter mit einer Matchstrafe ahndeten und die für den Übeltäter eine lange Sperre zur Folge haben wird.

Seiner Mannschaft erwies Stefan Weberstetter damit einen Bärendienst. Denn seine beiden Fünfminutenstrafen nutzten die Gäste zu insgesamt drei Treffern. Alles in allem erzielten die Gäste fünf Überzahltore.

Auch die Chiefs zeigten sich diesmal einigermaßen durchschlagskräftig in numerischer Überlegenheit: alle vier Tore der Hausherren fielen im Powerplay.

Doch hätte der TSV vor allem im Schlussdrittel noch mehr Kapital aus den vielen Zweiminutenstrafen des ESV Waldkirchen schlagen müssen. Da hatte das Team von Trainer Petr Zachar aber schon etwas die spielerische Linie und den Glauben an eine Wende verloren. Auch eine Folge der vielen Diskussionen rund um den Weberstetter-Eklat. So pfiffen Tschichoflos/Loseley das Schlussdrittel mit rund zehnminütiger Verspätung an, weil sie erst noch regeltechnische Rücksprache mit dem Eissportverband halten mussten. Nachdem sich der Übergriff auf den Schiedsrichter außerhalb des Spielgeschehens ereignet hatte, stellte sich die Frage, ob Weber-stetters persönliche Bestrafung auch auf die Uhr kommt, sprich eine weitere fünfminütige Trostberger Unterzahl zur Folge hat.

Die Antwort darauf fiel zu Ungunsten des ESV aus, und die nicht weniger als sechs  der Kontingentspieler des ESV Waldkirchen hatten wieder genug Platz auf dem Eis, um ihre technischen Fähigkeiten auszuspielen. Allen voran Vladimir Skoda, der insgesamt vier Mal einnetzte – seine Saisontore 33 bis 36. Sämtliche sieben Tore der Crocodiles, dazu acht der zehn Vorlagenpunkte gingen auf das Konto des Sextetts, das dem TSV Trostberg in Sachen Chancenverwertung eine Lehrstunde erteilte.

Von den Spielanteilen her waren die Chiefs mindestens ebenbürtig, doch vor dem Kasten des starken ESV-Keepers Tobias Lienig versagten ihnen immer wieder die Nerven.

So lief man ständig einem Rückstand hinterher. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte beim Stand von 1:2 Stefan Weberstetter, doch sein Schuss aus spitzem Winkel landete in der 26. Minute an der Latte. Und das Unheil nahm seinen Lauf. Wenige Sekunden später ließ der TSV-Verteidiger gegen ESV-Stürmer Schreyer das Bein stehen. Eine klares Foul, das die Schiedsrichter zum Unmut der 330 Zuschauer als Kniecheck auslegten. Fünf plus Spieldauer lautete die drakonische Strafe. Weberstetter stürmte wutentbrannt in die Kabine. Dass er sie gut eine Viertelstunde später für seinen schweren Ausraster wieder verließ.

Den Abstiegskampf, der am kommenden Freitag und Sonntag mit den Spielen in Freising und gegen Selb in eine entscheidende Phase geht, bestreitet der TSV nun ohne seinen Spielmacher und drittbesten Scorer.

Wie die Sperre ausfällt, das hat nun der Verband zu entscheiden, ebenso wie die Wertung des am Freitag ausgefallenen Heimspiels gegen Bayreuth.− red

STATISTIKTrostberg Chiefs – ESV Waldkirchen 4:7 (1:2, 1:2, 2:3) / Tore: 0:1 Jan Bojer (10.); 0:2 David Vokaty (14.); 1:2 Mamontow (18.); 1:3, 1:4 Vladimir Skoda (30., 36.); 2:4 Wayne Grapentine (39.); 2:5, 2:6 Skoda (42., 44.); 3:6, 4:6 Roßmanith (45., 54.); 4:7 Robert Vavroch (58.). Strafminuten: TSV 16 plus 10 für Roßmanith plus 2 mal 25 für Weberstetter (Spieldauer wegen Kniecheck und Matchstrafe wegen Angriff auf Schiedsrichter), ESV 26 plus 10 für Schreyer; Zuschauer: 330.Quelle(PNP Plus)


0:3 – dann drehen die Krokodile auf: Waldkirchen besiegt Vilshofener Wölfe nach Penaltyschießen

Crocodiles punkten in Vilshofen: Skoda-Penalty lässt Waldkirchen jubeln

Ivo Kotaska (links) und Tim Hirtreiter feiern den Sieg mit den ESV Waldkirchen Karoli Crocodiles. −Foto: Mike Sigl

Die Karoli Crocodiles gewannen am Freitagabend ein sehr spannendes Spiel bei den Vilshofener Wölfen mit 4:3 nach Penaltyschießen. Es waren 169 Zuschauer im Freiluftstadion.

Die Wölfe legten in den ersten fünf Minuten mit einen Torehagel los. Matthias Zillinger (1:31 Minute), Miroslav Vitovec (2:10) und Maximilian Artmann stellten früh auf 3:0 (4:27). Waldkirchens Roman Schreyer konnte im ersten Drittel noch den Anschlusstreffer zum 1:3 erzielen (19.). Das zweite Drittel blieb torlos.

 

Im dritten Drittel schaffte Johannes Holzfurtner ein unglaubliches Tor, als er aus dem Nichts draufhielt und traf – 2:3. Jetzt drängte der ESV auf den Ausgleich. Vladimir Skoda schaffte die Sensation: Bei 55:59 Minuten netzte er zum 3:3 ein. Es gab fünf Minuten Verlängerung, wo 3:3 gespielt wurde. Keine der Mannschaften konnte ein Tor erzielen. So kam es zum Penaltyschießen, wo Skoda als einziger den Puck ins Tor befördern konnte und Waldkirchen zum Sieg schoss. Am Sonntag spielen die Crocodiles in Trostberg.quelle(Heimatsport.de)


Stille Nacht, komische Nacht: Fanklubs boykottieren Derby zwischen Crocodiles und Wölfen

Keine Banner, kein Gesang: Dem sportlich spannenden Derby zwischen Waldkirchen (in gelb) und Vilshofen fehlte das Knistern in der Eissporthalle. Die Fanklubs beider Vereine waren dem Spiel ferngeblieben. −Fotos: Sven Kaiser / Rainer Schüll

Keine Banner, kein Gesang: Dem sportlich spannenden Derby zwischen Waldkirchen (in gelb) und Vilshofen fehlte das Knistern in der Eissporthalle. Die Fanklubs beider Vereine waren dem Spiel ferngeblieben. −Fotos: Sven Kaiser / Rainer Schüll

 

Der ESV Waldkirchen steuert weiter auf den Klassenerhalt in der Eishockey-Landesliga zu. Weil die Mannschaft von Trainer Roman Kondelik bereits am Freitagabend in Freising überzeugend gewann (9:3), wirkt sich die Niederlage vom Sonntagabend gegen Vilshofen (5:7) im Ranking der Abstiegsrunde nicht allzu sehr aus. Wehmütiger registrierten die anwesenden Fans die Tatsache, dass die Stimmung dem Eishockey-Kracher nicht ganz gerecht geworden war.

Immerhin war es das Duell Erster gegen Zweiter im Klassement der Abstiegsrunde, gewürzt mit der Vorgeschichte des Konflikts vor einem Monat und regionaler Rivalität: Das Heim-Derby der Karoli-Crocodiles gegen den ESC Vilshofem am Sonntag war von den Eishockey-Fans sehnsüchtig erwartet worden. Es geriet zum Stimmungs-Flop, während ein Jugendspiel zum großen Hit wurde.



Sie staunten nicht schlecht, die Young Crocodiles – und freuten sich narrisch. Denn eigentlich war die U11-Mannschaft des ESV Waldkirchen ja bloß die Vorband für die große Eishockey-Derby-Show am Abend zwischen ausgewachsenen Krokodilen und Vilshofener Wölfen. Das Drumherum beim Nachwuchs entsprach dann aber deutlich eher einem Derby als das vergleichsweise mucksmäuschenstille Spiel der Landesliga-Abstiegsrunde: Die Fanclubs aus Vilshofen und Waldkirchen („Viva los Crocos“) hatten sich nämlich verbandelt und die Jugend kräftig angefeuert, während sie dem echten Derby am Abend gemeinsam fernblieben.

Zum Haareraufen war der Auftritt der Karoli-Crocodiles eigentlich nicht. Dennoch war Petr Zich enttäuscht. Der Verteidiger hatte Waldkirchen mit seinem Tor zum 4:4 zwischenzeitlich zurück ins Spiel gebracht.

Zum Haareraufen war der Auftritt der Karoli-Crocodiles eigentlich nicht. Dennoch war Petr Zich enttäuscht. Der Verteidiger hatte Waldkirchen mit seinem Tor zum 4:4 zwischenzeitlich zurück ins Spiel gebracht.

Dem ESV Waldkirchen waren verschiedene Auflagen gemacht worden, nachdem die Fan-Gruppierungen beim letzten Duell in Vilshofen aneinandergeraten waren. Die Polizei sprach in einer Mitteilung davon, eine „Massenschlägerei“ verhindert zu haben. Daher die Auflagen. Die kosten Geld, offenbar war das nicht gleich machbar. Aus Rücksicht auf die Vereine solidarisierten sich dann die ausgerechnet jene Fans, die sich sonst nicht riechen können: Vilshofner würden nicht nach Waldkirchen kommen und umgekehrt. So war es zuerst ausgemacht, ehe dann ein Komplett-Boykott draus wurde. Dadurch war am Sonntag überproportional viel Polizeipräsenz zu sehen.

Zweimal wieder auf die Beine gekommen sind Jakob Sattler (Mitte) und seine Teamkollegen vom ESV Waldkirchen nach zwei Rückständen gegen Vilshofen. Ein drittes Mal war ihnen dieses Kunststück aber nicht möglich.

Zweimal wieder auf die Beine gekommen sind Jakob Sattler (Mitte) und seine Teamkollegen vom ESV Waldkirchen nach zwei Rückständen gegen Vilshofen. Ein drittes Mal war ihnen dieses Kunststück aber nicht möglich.

Obwohl die eingefleischtesten Fans dem Spiel fernblieben, waren am Sonntag 300 Zuschauer vor Ort und sahen eine spannende, aber eben stimmungsarme Partie. Vladimir Skoda schoss den ESV Mitte des ersten Drittels in Führung (11.), ehe Dominik Retzer das Spiel mit drei Treffern in Folge zugunsten der Gäste drehte (16., 19., 26.). Die Waldkirchner waren in dieser Phase nicht viel schlechter, scheiterten aber immer wieder am guten Vilshofener Torhüter Alexander Krenn.

Petr Zich (44.) brachte die Crocodiles auf 2:3 heran, Gegenspieler Andreas Toth stellte den Zwei-Tore-Abstand aber schnell wieder her (46.). Die Heimmannschaft ließ aber nicht ab und stellte auf 4:4 – Niklas Mayerhauser (48.) und Jan Bojer (50.) trafen. Nach einer Disziplinarstrafe gegen Mario Pichler gingen die Gäste erneut in Führung (Maxi Artmann, 53.) und gaben diese bis zum Schluss nich mehr her. Matthias Zillinger erhöhte zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene auf 6:4 für Vilshofen, Vladimir Skoda brachte Waldkirchen nochmals ran (59.). Mit dem 7:5 für die Wölfe machte Joachim Neupert 34 Sekunden vor Schluss endgültig den Deckel drauf mit einem emty net Goal.(Quelle: Heimatsport)

 


Krokodile beißen Selb

Eishockey-Landesliga: Erster Sieg für den ESV Waldkirchen in der Abstiegsrunde

 

Sein Tor war ganz wichtig: Vladimir Skoda (vorn) konterte einen Selber Anschlusstreffer, der Waldkirchner erzielte das zwischenzeitliche 5:3. Das Tor stellte sicher, dass der ESV in Führung blieb – was sich bis zum Ende nicht mehr ändern sollte. −Foto: Sven Kaiser

 

Waldkirchen. Bei den Tigers in Bayreuth bissen sich die Krokodile am vergangenen Freitag noch die Zähne aus. Zwei Tage später aber belohnten sich die Waldkirchner für einen zweiten couragierten Auftritt in der Landesliga-Abstiegsrunde – und feierten gegen den VER Selb 1b den ersten Sieg. In Gruppe 1 (sieben Teams) darf der Eishockey-Landesligist nicht Letzter werden: Schafft man das, ist der Klassenerhalt geschafft. Umso wichtiger war ein Start-Wochenende mit mindestens einem Sieg.

In Bayreuth hätten die Niederbayern fast gepunktet. Der ESV Waldkirchen ging bei den „Tigers“ zweimal in Führung, konnte aber weder diese noch das 2:2 halten, um es wenigstens in die Overtime zu schaffen. Ivo Kotasko (34. Spielminte) zum 0:1 und Jan Bojer (45.) zum 1:2 trafen für Waldkirchen. Das Heimteam ließ sich davon vor gut 270 Zuschauern aber nicht aus der Ruhe bringen und so schlug Stefan Schmidt fünf Minuten vor dem Ende der Partie zu. Es war eine faire Partie mit wenigen Strafminuten. Damit schnappte sich Bayreuth den Sieg beim Abstiegsrunden-Auftaktspiel der Gruppe 1; dieser war schlussendlich auch verdient.

Im Heimspiel gegen Selb am Sonntag vor 140 Crocodiles-Fans zeigten die Waldkirchner ihrerseits Nehmerqualitäten: Ricco Warkus schoss die Gäste ganz schnell in Führung, vier Minuten und acht Sekunden waren erst gespielt. Weil Roman Schreyer aber postwendend für den ESV ausglich, nämlich 16 Sekunden später, war Waldkirchen sofort zurück im Spiel. Thomas Kremhelmer (9.), Petr Zich (10.) und Jan Bojer (10.) stellten binnen eineinhalb Spielminuten auf 4:1 für die Krokodile, was die Gäste zwischendurch zu einer Auszeit und einem Torwartwechsel veranlasste.

Mit dem Anschlusstreffer zum 2:4 kurz vor Ende des ersten Drittels hatten die „Wölfe“ aus Selb aber wieder Blut geleckt. Kevin Tausend stellte auf 3:4, die Gäste waren wieder dran. Doch das Team von Trainer Roman Kondelik präsentierte sich am Sonntag gefestigt und schlug nur 47 Sekunden später zurück – Vladimir Skoda traf zum 5:3. Auch das 5:4, erneut ein Tausend-Treffer, konterten die Waldkirchner und hatten dann die größeren Kraftreserven. Mit 9:4, der Endstand war vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, machte sich die 1b der Selber Wölfe auf die Heimreise.

Ebenfalls ihre ersten Abstiegsrunden-Siege feierten der TSV Trostberg (2:0 über Freising) und der ESC Vilshofen. Letztere sind am kommenden Sonntag in der Eissporthalle am Karoli zu Gast, das Niederbayern-Derby startet um 17.30 Uhr. Bereits am Freitag tritt der ESV in Freising an. Die „Blackbears“ sind nach dem 0:2 gegen Trostberg noch sieglos.

DIE STATISTIKEN
ESV Waldkirchen – VER Selb 1b 9:4 / Tore: 0:1 Ricco Warkus (4:08min); 1:1 Roman Schreyer (4:24); 2:1 Thomas Kremhelmer (8:27); 3:1 Petr Zich (9:02); 4:1 Jan Bojer (9:49); 4:2 Daniel Worotnikow (18:32); 4:3 Kevin Tausend (25:05); 5:3 Vladimir Skoda (25:52); 5:4 Tausend (29:27); 6:4 Kremhelmer (39:09); 7:4, 8:4 Bojer (44:10, 52:48); 9:4 Robert Vavroch (58:48). 140 Zuschauer.

EHC Bayreuth – ESV Waldkirchen 3:2 (bereits am Freitag) / Tore: 0:1 Ivo Kotasko (33:34min); 1:1 Nikolai Pfleger (36:15); 1:2 Jan Bojer (44:33); 2:2 Johannes Runge (52:48); 3:2 Stefan Schmidt (54:15). Strafminuten: 8/4. 267 Zuschauer. Quelle(PNP Plus)


-Auf- und Abstiegsrunden: So geht es im Eishockey nach dem Vorrundenfinale weiter

Mit Zuversicht blickt der ESV Waldkirchen um Torwart Tobias Lienig der am 10. Januar beginnenden Abstiegsrunde in der Landesliga entgegen. Die Crocodiles, die am Sonntag, 18 Uhr, ihr Vorrundenfinale in Dingolfing bestreiten, gewannen zuletzt sechs Mal in Serie. −Foto: D. Fischer/stock4press

Im bayerischen Eishockey werden an diesem Wochenende die letzten Tickets für Auf- und Abstiegsrunden vergeben. Ab 10. Januar wird es für die meisten Puckjäger der Region ernst in dieser Saison. Ein Ausblick.

BayernligaDie EHF Passau spielen bislang eine sehr ordentliche Saison und werden die Vorrunde mindestens auf Platz 4 beenden. Das steht vor dem abschließenden Vorrundenspiel beim EHC Königsbrunn (Sonntag, 18Uhr) fest – das Ticket für die Verzahnungsrunde zur Oberliga Süd haben sie somit in der Tasche und ihre Fans dürfen weiter vom Aufstieg bzw. der Rückkehr in die Oberliga Süd träumen.
Aufstieg: Acht Mannschaften spielen ab 10. Januar (bis 1. März) eine Einfachrunde. Die besten sechs Teams davon qualifizieren sich für die Playoffs (ab 13. März). Im Modus „best of 3“ (Viertelfinale) und „best of 5“ (Halbfinale) werden zwei Aufsteiger ausgespielt. Teilnehmer: EHF Passau, TEV Miesbach, EHC Waldkraiburg, EHC Klostersee und Höchstädter EC. Die Entscheidung über drei weitere Qualifikanten fällt an diesem Wochenende.
Abstieg: Der EHC Bad Kissingen hat seine Mannschaft während der Saison zurückgezogen und steht als erster Absteiger fest. Sieben Bayernligisten (Plätze 7 bis 13) ermitteln nur einen weiteren Absteiger. Zunächst in einer Zwischenrunde (10. Januar bis 1.März), wobei die beiden besten Teams davon die Pre Playoffs erreichen und den Sprung ins Viertelfinale schaffen könnten (siehe Aufstiegsrunde). In den Playdowns duellieren sich hingegen die beiden schlechtesten Teams der Zwischenrunde, die in einer Serie „best of 5“ den Absteiger ausspielen.

LandesligaVon den drei niederbayerischen Landesligisten in Gruppe 1 hat sich der EV Dingolfing für die Aufstiegsrunde qualifiziert und müssen der ESV Waldkirchen und der ESC Vilshofen gegen den Abstieg spielen.
Aufstieg: Insgesamt acht Mannschaften ermitteln in der Aufstiegsrunde – 10. Januar bis 1. März – zwei sportliche Aufsteiger. Qualifiziert: ESC Haßfurt, ERSC Amberg, EV Dingolfing, EV Moosburg (alle Gruppe 1), VfE Ulm/Neu-Ulm, ESV Buchloe, ESC Kempten, EHC Bad Aibling (alle Gruppe 2). Zunächst treten diese Vereine in einer Einfachrunde gegeneinander an, die besten vier Mannschaften qualifizieren sich für die Playoffs (ab 6. März) und rittern in einer Serie „Best of 3“ um zwei Plätze in der Bayernliga.
Abstieg: Aus zwei Landesliga-Gruppen muss jeweils ein Team absteigen. Waldkirchen und Vilshofen treffen dabei von Freitag, 10. Januar, bis 8. März auf fünf Klubs: EV Pegnitz, EHC Bayreuth, VER Selb 1b, SE Freising und TSV Trostberg. Nur der Letzte dieser Staffel steigt ab.

BezirksligaDie Vorrunden der vier Bezirksliga-Gruppen dauern bis 16. Februar an. Als Spitzenreiter der Staffel 1 hat der ERC Regen gute Chancen, an der anschließenden Aufstiegsrunde teilzunehmen. Diese erreichen die jeweils beiden Gruppenbesten. Acht Mannschaften spielen ab 21. Februar im Modus „best of 3“ den bayerischen Meister und zwei Landesliga-Plätze aus. Die beiden Aufsteiger sollten spätestens am Sonntag, 8. März feststehen.− mid (Quelle: Heimatsport.de)


 Crocodiles weiter im Aufschwung: Auch Dingolfing und Selb II können den ESV Waldkirchen nicht stoppen

 

Auf und davon: Im Mitteldrittel zogen die Crocodiles um Petr Zich (2.von links) am Freitag gegen den EV Dingolfing mit zwei Treffern binnen drei Minuten auf 5:3 davon und gewannen letztlich mit 6:4. −Fotos: Eva Fuchs

Langsam, aber sicher verfestigt sich der Eindruck rund um die Eishockey-Saison des ESV Waldkirchen: Da war mehr drin! Am Freitag feierten die Crocodiles mit dem 6:4 gegen den EV Dingolfing den fünften Sieg in Serie und legten am Sonntag den sechsten nach. Gegen den VER Selb II hieß es am Ende 5:4, weil Nicklas Mayrhauser die Waldkirchner mit seinem Tor in der Overtime jubeln ließ.

Gegen den Rangvierten aus Dingolfing, der seit einer Woche für die Aufstiegsrunde qualifiziert ist, zeigten die Crocodiles am Freitagabend vor 300 Zuschauern in der Karoli-Eishalle ein klasse Spiel. Im ersten Drittel lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch (3:3), doch mit Beginn des Mittelabschnitts waren die Karoli-Krokodile auf die Siegerstraße eingebogen. Jan Bojer, der in drei seiner vier Spiele traf, erzielte den ersten Waldkirchner Führungstreffer des Abends (21.) und nur drei Minuten später klingelte es erneut im Kasten der BMW-Städter. ESV-Topscorer Vladimir Skoda erzielte sein 22. Saisontor und sorgte für eine Vorentscheidung, weil die Gäste und damit die drittbeste Offensive der Landesliga Gruppe 1 sich danach die Defensive der Krokodile nur mehr einmal überwinden konnten. Zu diesem Zeitpunkt vier Minuten vor dem Spielende stand es allerdings bereits 6:3 (Tor: Petr Zich, 44.). Daniel Schanders Treffer war nur Ergebniskosmetik aus Sicht des EVD.

Am Sonntag gegen Selb brachte Robert Vavroch die Crocodiles früh in Führung, doch Selb drehte das Spiel zum 1:2. Es war allerdings auch der einzige Rückstand, dem die Waldkirchner nachlaufen mussten. Jan Bojer und Dominik Duschl stellten auf 3:2. Von da an war der ESV immer mindestens ein Tor vorn – so auch am Ende.

Mit 27 Punkten und neun Saisonsiegen haben sich die Crocodiles deutlich ins Tabellenmittelfeld abgesetzt (Rang 6) und müssen die Abstiegsrunde, die im Januar beginnt, nicht fürchten. Trainer Roman Kondelik ist angesichts der weiter aufsteigenden Form sehr zufrieden: „Wir haben uns in allen Bereichen gegenüber den ersten Spielen verbessert“, stellte der 47-Jährige fest. Mittlerweile würden alle drei Reihen harmonieren und man könne endlich konstant mit 15 Spielern antreten. „Das war am Anfang der Saison leider nicht so.“ Zudem gibt der Crocodiles-Coach als Gründe für den Aufschwung an: „Unsere Torhüter spielen sehr gut, das gibt dem Team Sicherheit.“− sch/re

ESV Waldkirchen – EV Dingolfing 6:4 (3:3, 2:0, 1:1) / Tore: 0:1, 0:2 David Michel (3., 5.); 1:2 Nicklas Mayrhauser (9.); 2:2 David Vokaty (10.); 2:3 Daniel Schickaneder (11.); 3:3 Mayrhauser (20.); 4:3 Jan Bojer (21.); 5:3 Vladimir Skoda (24.); 6:3 Petr Zich (44.); 6:4 Daniel Schander (56.). – 300 Zuschauer.

ESV Waldkirchen – VER Selb II 5:4 n.V. (1:1, 3:2, 4:4, 1:0) / Tore: 1:0 Robert Vavroch (11.); 1:1 Fabian Bauer (19.); 1:2 Patrick Pfänder (21.); 2:2 Jan Vorher (26.); 3:2 Dominik Duschl (37.); 4:2 Vladimir Skoda (44.); 4:3 Ricci Warkus (45.); 4:4 Jonas Wich (56.); 5:4 Nicolas Mayerhauser (61.). – 250 Zuschauer


Nächstes Derby für die Crocodiles

Waldkirchen. Eishockey-Landesligist ESV Waldkirchen bestreitet an diesem Wochenende gleich zwei Heimspiele. Am heutigen Freitagabend (ab 19.30 Uhr) gastiert der Rangvierte EV Dingolfing zum Niederbayern-Derby in der Eishalle am Karoli und am Sonntag, 17.30 Uhr, geht es gegen Tabellennachbar VER Selb.

Zum Abschluss der Vorrunde geht es für die Waldkirchner Puckjäger eigentlich nur mehr darum, ihre aktuell ausgesprochen gute Form zu konservieren, dann braucht keinem Fan der Crocodiles für die bevorstehende Abstiegsrunde bange sein. Die zurückliegenden vier Partien hat die Mannschaft von Trainer Roman Kondelik gewonnen und sich damit nach und nach ins Tabellenmittelfeld gearbeitet. Nach 17 von 20 Partien der Landesliga Gruppe 1 sind die Waldkirchner Siebter mit 22 Punkten. Dennoch haben sie keine Chance mehr, der Abstiegsrunde zu entkommen. Ab Anfang Januar wird es für Fastenmeier & Co. somit darum gehen, in der Abstiegsrunde mit fünf weiteren Teams mindestens ein Team hinter sich zu lassen.− red


 

 

 

 


 

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unser Verein zählt zu den alteingesessenen Vereinen in der bayerischen Eishockyszene. Dennoch ist der ESV Waldkirchen was die Zahl der Vereinsmitglieder betrifft nur auf den hinteren Rängen zu finden. Das wollen wir jetzt ändern.

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Anträge gibt’s auf der Homepage unter Download oder bei den Verantwortlichen des Vereins.


Das Vereinslokal der Karoli – Crocodiles!