Waldkirchner „Crocodiles“ fegen Mitterteich aus der Eishalle

Eine spektakuläre Show mit zehn Toren lieferten die Waldkirchner Puckjäger den 120 Zuschauern beim Heimspiel gegen den EHC Mitterteich. In dieser Szene „fliegt“ Johannes Holzfurtner nach einem schnellen Richtungswechsel regelrecht durch die Luft. − Foto: Rainer Schüll

Perfekter Sonntag für den ESV Waldkirchen: Während die „Crocodiles“ im Heimspiel gegen einen ersatzgeschwächten EHC Mitterteich vor 120 Zuschauern einen 10:2-Sieg feierten, musste mit dem EHC Bayreuth der härteste Konkurrent um Platz 1 in der Bezirksliga-Gruppe 1 in Regen die zweite Saison-Niederlage hinnehmen (5:7). Der ERC reist nun mit viel Selbstvertrauen zum Derby am Sonntag und will auch den „Crocodiles“ die Zähne ziehen.

Es scheint fast so, als würden die Waldkirchner Puckjäger von Woche zu Woche besser werden. Gegen Mitterteich gab es bereits den vierten Dreier in Serie. Die Gastgeber dominierten in der Karoli-Eishalle über die gesamte Spielzeit. „Es war ein Spiel auf hohem Niveau. Wir konnten zum Schluss mit dem hohen Tempo der Karoli Crocodiles nicht mehr mithalten“, analysierte Mitterteichs Trainer Vaclav Drobny, der mitanschauen musste, wie sein Team beim Tor-Spektakel am Karoli im dritten Drittel fünf Gegentreffer hinnehmen musste. Zwei Spieler sind dabei nicht nur ihm aufgefallen: Die beiden österreichischen Neuzugänge Niklas Mayrhauser und Mario Pichler drückten dem Spiel bei ihrem ersten Heimspiel als Krokodile ihren Stempel auf. „Die zwei neuen Spieler des ESV Waldkirchen haben wir sehr gut gefallen“, meinte Drobny, dem in Waldkirchen nur zehn Spieler zur Verfügung standen.

 

Mayrhauser war es auch, der die Waldkirchner früh in Führung schoss (3.). Bis Mitte des zweiten Drittels konnten die Gäste aber noch Paroli bieten, dann erzielten die „Crocodiles“ binnen einer Minute zwei Treffer und zogen auf 4:1 davon – das Spiel war entschieden. Die Waldkirchner fanden dabei stets spielerische Lösungen, mussten nur wenige Strafminuten (zehn) hinnehmen, während die Mitterteicher satte 22 Spielminuten auf der Strafbank absaßen und sich zudem zwei Disziplinarstrafen einhandelten.

Die Krokodile schnuppern in diesen Tagen richtig Höhenluft und wollen nun einen erfolgreichen Jahresabschluss feiern. Am kommenden Sonntag gibt es dazu für die ESV-Fans ein richtiges interessantes Bayerwald-Derby. Zu Gast ist dann, ab 17.30 Uhr, in der Karoli-Eishalle der ERC Regen.

Dieser schaffte in der Franz-Zwiebel-Halle eine Sensation: Mit einem 7:5-Erfolg (3:1, 2:3, 2:1) haben die Red Dragons vom ERC Regen mit Bayreuth den bisherigen Tabellenführer aus der heimischen Arena gefegt. Für das Team von Trainer Marek Posmyk war es der zweite Sieg in Serie und damit verbunden der Sprung auf Rang 6. Angeführt vom überragenden Dreifachtorschützen Jan Nemec. Die ersten beiden Treffer hat Tobias Himmelstoß erzielt, außerdem trafen Marco Büttner und Martin Nemec. Dabei gab es aus Sicht des ERC Regen ein Novum: Die intensive Trainingsarbeit von Coach Posmyk zahlte sich aus, denn man wusste die Überzahlsituationen zu nutzen. Bereits beim ersten Powerplay lief der Puck glänzend von Station zu Station, bis letztlich Tobias Himmelstoß den Puck zum 1:1 in die Maschen drosch. Kurz darauf das gleiche Spiel. Wieder war es Himmelstoß, der bei eigener Überzahl, mit einem Gewaltschuss die Führung erzielte. Obwohl die Gäste immer wieder den Anschlusstreffer schafften, gingen die Regener als Sieger vom Eis, weil das Überzahlspiel auch im Schlussdrittel funktionierte, als Marco Büttner der vorentscheidende Treffer zum 6:4 gelang.− rs/red/G.S.