Vorrundenmeisterschaft in greifbarer Nähe

Eishockey-Bezirksliga: Warum der ESV Waldkirchen im Fernduell mit Bayreuth gute Karten hat

Vier Treffer – hier erzielt er das 10:2 – steuerte Roman Schreyer (links) zum Heimsieg gegen Regen am Sonntag bei. − Foto: Rainer Schüll

Waldkirchen. Im dritten von vier Bayerwald-Derbys der Eishockey-Bezirksliga Gruppe 1 hat sich der ESV Waldkirchen erneut einen kleinen Wackler geleistet – 0:1 nach dem ersten Drittel – und trotzdem am Sonntagabend den dritten Kantersieg über den ERC Regen feiert. Im Kampf um die beiden Playoff-Plätze hängen die punktgleichen Spitzenteams Waldkirchen und EHC Bayreuth die Verfolger mehr und mehr ab. Die PNP erklärt, warum die „Crocodiles“ im Rennen um Platz 1 der Gruppe aktuell sogar die besseren Karten haben.

Offensivwucht des ESV:82 Tore in elf Spielen10:2, 11:5 und 10:2 – das sind die Resultate der drei bisherigen Bayerwald-Derbys der Puckjäger aus Waldkirchen und Regen. Die Gäste aus dem Oberen Wald konnten vor rund 250 Zuschauern einmal mehr nur eine gewisse Zeit die Angriffslust der Krokodile bändigen. „Leider sind wir im zweiten Drittel kräftemäßig eingebrochen und konnten dem großen Druck von Waldkirchen nicht mehr Stand halten“, analysiert Regens Vorsitzender Günter Steininger, der lediglich mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft zufrieden sein konnte. Da vergaben die Waldkirchner eine Reihe bester Chancen und gerieten sogar ins Hintertreffen, doch angeführt der Toptorschützen Benjamin Barz (19 Treffer in zwölf Spielen) und Roman Schreyer (16) drehte der ESV Waldkirchen das Spiel souverän und feierte hat nun nach zwölf Spielen satte 82 Tore erzielt! „Das Endergebnis zeigt, was für eine gute Mannschaft wir sind“, meint „Crocodiles“-Vorstand Edi Krutsch, der einerseits die Chancenverwertung im ersten Drittel moniert und andererseits den zahlreichen Fans in der Karoli-Eishalle dankt.

Funktionäre, Spieler und Fans wollen in dieser vorentscheidenden Phase der Saison weiter Vollgas geben, denn nun geht es Schlag auf Schlag: bis 18. Februar stehen die restlichen sechs Vorrundenspiele an und bereits am kommenden Sonntag können die „Crocodiles“ in eigener Halle mehr oder weniger den zweiten Tabellenplatz absichern. Sollte einem Pflichtsieg beim punktlosen Schlusslicht Schweinfurt (Freitag, 20 Uhr) am Sonntag (Eröffnungsbully 17.30 Uhr) ein Heimsieg gegen den EHC Mitterteich gelingen, wäre ein weiterer Rivale auf 13 Punkte distanziert. Zeitgleich spielt Bayreuth beim ansonsten einzig weiteren Rivalen um die Playoff-Ränge ERC Ingolstadt 1b. Gegen den letztjährigen Vorrundenmeister müssen die Bayreuther weitere zwei Mal ran, Waldkirchen nur mehr einmal. Sprich: Das Restprogramm (siehe am Ende des Artikels) spricht für die „Crocodiles“, Platz 1 und damit die bessere Ausgangsposition für die Aufstiegsrunde scheint greifbar für den ESV Waldkirchen. Sofern Schreyer und Co. weiter so zielstrebig und offensivstark auftreten wie zuletzt.− mid/rsESV Waldkirchen – ERC Regen 10:2 (0:1, 4:0, 6:1) / Tore: 0:1 Filip Fencl (5.); 1:1 Benjamin Barz (23.); 2:1 Mario Pichler (25.); 3:1 David Vokaty (30.); 4:1 Roman Schreyer (34.); 5:1 Barz (44.); 6:1 Schreyer (46.); 6:2 Tobias Himmelstoß (47.); 7:2 Barz (48.); 8:2 Thomas Hirtreiter (51.); 9:2, 10:2 Schreyer (54., 57.).

RESTPROGRAMMESV Waldkirchen: Schweinfurt (auswärts), Mitterteich (heim), Schweinfurt (h), Ingolstadt (h), Regen (a) und Regensburg (h).

EHC Bayreuth: Ingolstadt (a), Regensburg (a), Schweinfurt (h), Ingolstadt (a) und Ingolstadt (h).