Topscorer Skoda lässt Crocodiles von der Aufstiegsrunde träumen

Topscorer Skoda lässt Crocodiles von der Aufstiegsrunde träumen – Bitter: Benni Barz droht Saisonende

 

Drei Treffer erzielte Vladimir Skoda am Sonntag beim Auswärtsspiel der Crocodiles in Dingolfing. Damit hat der 35-Jährige in 17 Spielen 16 treffer für den ESV erzielt und ist bester Torjäger der Waldkirchner. −Foto: Eva Fuchs

Schock am Freitag, Jubel am Sonntag: Der ESV Waldkirchen hat zunächst das Heimspiel der Landesliga Gruppe1 gegen den EV Dingolfing vor 120 Zuschauern mit 8:9 nach Penaltyschießen verloren. Pechvogel des Abends war Benjamin Barz, der einen Unterarmbruch erlitt. Im ersten Spiel ohne ihren Kapitän gewannen die Crocodiles dann am Sonntag vor 250 Fans – darunter mehr als 50 mitgereiste Anhänger aus Waldkirchen – in Dingolfing das Rückspiel dank einer klasse Leistung und Dreifachtorschütze Vladimir Skoda mit 6:3 (2:1, 2:1, 2:3). Dadurch eroberten sie – weil Vilshofen, das ein Spiel weniger ausgetragen hat und gegen Moosburg „nur“ nach Verlängerung siegte (3:2) – den fünften Tabellenplatz.

Das Heimspiel am Freitagabend ist für die Gastgeber in doppelter Hinsicht unglücklich gelaufen. Im Laufe der regulären Spielzeit schenkten die Waldkirchner vier Mal eine Führung her, zuletzt ein 5:3 im Schlussdrittel. Schließlich unterlagen die Karoli-Krokodile im Penaltyschießen nachdem Roman Schreyer die Scheibe nicht an Dingolfings Torwart Dennis Jedrus vorbeibrachte. Wenigstens ergatterten die Crocodiles für das Unentschieden nach 60 Minuten (6:6) einen Punkt. Die Freude darüber hielt sich in Grenzen, weil Kapitän Benjamin Barz das Saison-Aus droht. Der 35-Jährige wurde am Freitag unglücklich vom Puck getroffen – nach einem Schlagschuss eines Mitspielers. „Ich hab gleich gespürt, dass da was passiert ist“, berichtet Benjamin Barz der Heimatzeitung. Die Scheibe war gegen seinen linken Arm geprallt, am Übergang von Handschuh zum Ellbogen, „genau da, wo kein Schutz ist“, merkt der frühere DEL-Profi an. Für den ESV-Kapitän, der bislang keines der 16 Saisonspiele verpasste, ging es nicht mehr weiter und Barz (zehn Treffer/13 Assists) wird wahrscheinlich in dieser Spielzeit nicht mehr zurückkehren aufs Eis. Der Mediziner – aktuell als Assistenzarzt am Klinikum Passau beschäftigt – hofft, dass ihm eine Operation erspart bleibt, doch gleichzeitig rechnet er mit einer mindestens achtwöchigen Verletzungspause.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht verlässt Benjamin Barz im ersten Drittel des Heimspiels der Crocodiles gegen Dingolfing das Eis und muss anschließend ins Krankenhaus. −Foto: Daniel Fischer/stock4press

Mit schmerzverzerrtem Gesicht verlässt Benjamin Barz im ersten Drittel des Heimspiels der Crocodiles gegen Dingolfing das Eis und muss anschließend ins Krankenhaus. −Foto: Daniel Fischer/stock4press

Mit schmerzverzerrtem Gesicht verlässt Benjamin Barz im ersten Drittel des Heimspiels der Crocodiles gegen Dingolfing das Eis und muss anschließend ins Krankenhaus. −Foto: Daniel Fischer/stock4press

In der Vorrunde stehen noch mehr drei Spiele bis 6. Januar an. Dann folgt entweder eine Verzahnungs- (bis 10. März) oder Abstiegsrunde (bis 17. März). Benni Barz wünscht sich, dass seine Mannschaft auch ohne einen ihrer Schlüsselspieler noch Platz 5 und damit die Verzahnungrunde erreicht, „dann wäre der Abstieg verhindert und ich müsste heuer nichts mehr riskieren“.

Schwer fallen wird es dem Vollblutsportler Barz dennoch, dass er in den restlichen drei Vorrundenspielen in Amberg (Freitag, 20 Uhr), in Vilshofen (30. Dezember, 17.15 Uhr) und gegen Bad Aibling (6. Januar, 17.30 Uhr) zuschauen muss. − mid/H.S.

EV Dingolfing – ESV Waldkirchen 5:6 (1:2, 1:2, 3:2) / Tore: 1:0 Oliver Ferstl (6:22); 1:1, 1:2 Vladimir Skoda (8:18, 12:32); 2:2 Waldemar Detterer (27:18); 2:3 Skoda (34:23.); 2:4 David Vokaty (37:54); 2:5 Jakub Pekarek (49:44); 3:5 Manuel Ruhstorfer (51:43); 3:6 Robert Vavroch(58:10); 4:6 Alexander Braun (59:24); 5:6 Daniel Schickaneder (59:44); Strafminuten: 12:16; 250 Zuschauer.(Quelle:Heimatsport.de)