Krokodile fahren Achterbahn

 

Später Sieg und ärgerliche Niederlage in der ersten Playoff-Runde für den ESV Waldkirchen – Entscheidungsspiel am Freitag in der Karoli-Eishalle

Jubel im Spiel 1: Binnen einer Minute holten die „Crocodiles“ im zweiten Drittel am Freitageinen 0:2-Rückstand auf. Am Ende gewannen sie knapp, aber verdient mit 4:3. Mann des Abends Doppeltorschütze David Vokaty.

Waldkirchen. Zittern um den Halbfinaleinzug: Der ESV Waldkirchen muss in der ersten Playoff-Runde um den Aufstieg in die Eishockey-Landesliga ein drittes Spiel bestreiten. Nach einem 4:3-Sieg am Freitagabend vor 300 Zuschauern in der Karoli-Eishalle verlor die Mannschaft um Spielertrainer Thomas Kremhelmer auf ganz ärgerliche Weise das Rückspiel am Samstagnachmittag vor 150 Fans beim EHC Waldkraiburg1b im Penaltyschießen(4:5).

Das Entscheidungsspiel findet nun am kommenden Freitag, 19.30 Uhr, in Waldkirchen statt. „Das ist sehr bitter für uns – wir dürfen aber die Köpfe nicht hängen lassen“, kommentierte ESV-Vorstand Edi Krutsch die folgenschwere Niederlage im zweiten Spiel, denn: Roman Schreyer (33) handelte sich wegen eines Bandenchecks mit Verletzungsfolge eine Matchstrafe ein und ist für das dritte Duell gesperrt.

Nicht nur die Schreyer-Sperre sorgte im Lager der „Crocodiles“ am Samstagabend für Frust. Bis vier Minuten vor Schluss standen die Waldkirchner mit einem Bein im Halbfinale, weil sie auf Waldkraiburger Eis nach Treffern von David Vokaty, Thomas Kremhelmer, Tim Hirtreiter und Benjamin Barz mit 4:3 führten. Doch dann leisteten sich die Gäste bittere Strafzeiten und mussten in 3:5-Unterzahl den Ausgleichstreffer hinnehmen (56. Minute). Erst schickten die Referees Vokaty auf die Strafbank und nur Sekunden später einen weiteren Waldkirchner, weil die Schiedsrichter von Johannes Fuchs, dem verletzten Waldkirchner Kapitän auf der Bank, unschöne Worte gehört haben wollen. Diese doppelte Überzahl nutzte die 1b des Oberligisten zum 4:4, der ihnen das Penaltyschießen sicherte. Sie verwandelten zwei Penalty, die Gäste nur einen (Barz), so dass der EHC Waldkraiburg ein drittes Spiel in Waldkirchen erzwang. Letztlich sind die „Crocodiles“ am Samstag mehr oder weniger am eigenen Unvermögen gescheitert, weil sie sich – vermutlich eine

Enttäuschung im Spiel 2: Beim Stande von 4:3 mussten die Waldkirchner im Rückspiel in 3:5-Unterzahl das Ausgleichstor hinnehmen und verloren dann im Penaltyschießen mit 4:5. − Fotos: M. Duschl (2), Rainer Schüll (2)
Enttäuschung im Spiel 2: Beim Stande von 4:3 mussten die Waldkirchner im Rückspiel in 3:5-Unterzahl das Ausgleichstor hinnehmen und verloren dann im Penaltyschießen mit 4:5. − Fotos: M. Duschl (2), Rainer Schüll (2)

Zu viele Strafzeiten als Folge des straffen Programms?Folge des straffen Playoff-Programms mit zwei Spielen binnen 21 Stunden – zu viele Unkonzentriertheiten leisteten. 19 Strafminuten (Waldkraiburg sechs) kosteten viel Kraft. Kraft, die gegen Ende des Spiels und im Penaltyschießen fehlte.

Am Freitagabend hatten die Waldkirchner noch vorgelegt und mit einem Kraftakt einen 0:2-Rückstand aus dem ersten Drittel zu Beginn der zweiten 20 Spielminuten durch Treffer von Barz, Vokaty und Ingo Schwarz gedreht. Nachdem die Gäste den 3:3-Ausgleich geschafft hatten (42.) erzwangen die Waldkirchner den Siegtreffer, der infolge einer herrlichen Kombination über Niklas Mayrhauser, Roman Schreyer und Torschütze Vokaty fiel (56.). Der Jubel unter den 300 Fans in der Karoli-Eishalle war groß. Eine ähnlich lautstarke Unterstützung wünschen sich Verein und Mannschaft natürlich auch am kommenden Freitag, wenn in der Serie „best of three“ die Entscheidung fällt.

Wegen eines Bandenchecks eine Matchstrafe eingehandelt hat sich am Samstag Roman Schreyer, der am Freitag gesperrt ist.
Wegen eines Bandenchecks eine Matchstrafe eingehandelt hat sich am Samstag Roman Schreyer, der am Freitag gesperrt ist.

Parallel wird dann der Gegner ermittelt, EHC Bayreuth und EV Aich liegen nach zwei Spielen ebenfalls gleichauf (3:4 n.P., 7:2)