Heißes Derby in Waldkirchen: Stürzt der ERC Regen den nächsten Favoriten?

61 Treffer in zehn Saisonspielen haben die „Crocodiles“ um (vorne) Neuzugang Niklas Mayrhauser, Roman Schreyer und (rechts) David Vokaty erzielt. Liga-Bestwert. − Foto: Rainer Schüll

Eine volle Tribüne und einen Derbysieg – das sind die Wünsche der Verantwortlichen des ESV Waldkirchen für Sonntag. Dann steht in der Karoli-Eishalle ab 17.30 Uhr das Bayerwald-Derby der „Crocodiles“ gegen den ERC Regen an. Die Formkurven beider Mannschaften deuten auf ein spannenderes Duell als beim ersten Aufeinandertreffen in der laufenden Saison der Eishockey-Bezirksliga Gruppe 1 hin. Anfang November triumphierte der ESV Waldkirchen in Regen mit 10:2, doch danach entwickelten sich die Red Dragons zum Favoritenschreck.

Nach der Klatsche gegen Waldkirchen gewannen die Regener drei von vier Spielen, düpierten dabei zwei Rivalen der „Crocodiles“ um einen der beiden Playoff-Plätze: Mitterteich (5:3, 3:2) und am vergangenen Sonntag den EHC Bayreuth (7:5). ESV-Vorstand Edi Krutsch betont deshalb ausdrücklich: „Wir dürfen die Dragons auf keinen Fall unterschätzen.“

Trotzdem, fünf Siege in Serie haben natürlich das Selbstbewusstsein der Krokodile mächtig gestärkt: „Daheim sind wir bärenstark“, formuliert Spielertrainer Thomas Kremhelmer, der die Stimmung vor dem Derby etwas anheizt, wenn er – mit einem Schmunzeln – anmerkt: „Wir freuen uns auf diesen Fight und werden unsere Lanzen schärfen für die Drachen. Ich hoffe für meine Jungs, dass sich die Halle in einen Hexenkessel verwandelt.“

Die „Red Dragons“ reisen mit breiter Brust zum Tabellenführer. Dass Waldkirchen vor diesem Spieltag an der Spitze der Liga thront, haben sie ihrem morgigen Gegner zu verdanken: Durch einen 7:5-Heimsieg hatte der ERC den bisherigen Primus gestürzt und den „Crocodiles“ den Weg nach oben geebnet. Die Mannschaft von Spielertrainer und Ex-NHL-Crack Marek Posmyk wusste gegen die Oberfranken vor allem ihre Überzahlsituationen eiskalt zu nutzen. Immer wieder haben die Regener ihren Topscorer Jan Nemec in Position gebracht, der drei Treffer zum Überraschungs-Coup beisteuern konnte. Der tschechische Stürmer kann seit kurzem auch auf die Unterstützung aus der eigenen Familie bauen. Bruder Martin Nemec geht inzwischen ebenfalls für die „Dragons“ auf Torejagd.− aju/mid