Gut für die Crocodiles: Der EHC Bayreuth veliert in Regensburg

 

Eishockey-Bezirksliga: Waldkirchens Verfolger patzt gegen Dominik Barz und Co. – Fernduell um Rang 1 spitzt sich zu

Vier Vorrundenspiele müssen die Waldkirchner (von links) David Vokaty, Roman Schreyer und Thomas Kremhelmer – hier im Heimspiel gegen den ERC Regen – noch bestreiten, ehe die „Crocodiles“ voraussichtlich in der Playoff-Runde (ab ca. 23 Februar) um den Aufstieg kämpfen dürfen. −Archivfoto: M. Duschl

Regensburg. Der am Wochenende spielfreie ESV Waldkirchen hat seine Tabellenführung in der Eishockey-Bezirksliga Gruppe 1 verteidigt, weil Verfolger EHC Bayreuth am Samstag überraschend beim EHC Regensburg 2:5 (1:0, 1:2, 0:3) unterlag. Ein Ergebnis, dessen tatsächliche Auswirkung noch nicht absehbar ist…

Nach der enttäuschenden Heim-Niederlage gegen den EHC Mitterteich am 14. Januar (3:5) sind die Hoffnungen auf Platz 1 der Hauptrunde in Waldkirchen wieder gestiegen. Aktuell liegt der ESV einen Punkt vor Bayreuth, das noch ein Spiel weniger ausgetragen hat. Fest steht, die „Crocodiles“ müssen ihre vier Spiele – gegen Schweinfurt, Ingolstadt, Regen und Regensburg – gewinnen und auf einen erneuten Patzer des Verfolgers hoffen. Komplizierter macht die Entscheidung über Rang 1 oder 2 die personell bedingte Abmeldung der Mannschaft des ESV Würzburg, die den bayerischen Eishockeyverband im Herbst 2017 unvorbereitet traf. Es wird eine 1,5-fache Vorrunde gespielt, das heißt: Nicht jede Mannschaft spielt gleich oft gegen alle Gegner. Während der Spielplan nur zwei Waldkirchner Spiele gegen Würzburg vorsah, hätte Bayreuth – aufgrund der geographischen Nähe – vier Mal gegen die Würzburger Eisbären gespielt. Aus dem Rückzug der Würzburger resultiert, dass manche Teams, wie Bayreuth, am Ende der Vorrunde nur 16 Spiele bestritten haben werden. Andere, wie Waldkirchen, dagegen werden auf 18 Partien kommen.

Darauf musste der Verband reagieren. Für die Endabrechnung ist nicht die absolute Zahl an Punkten relevant, sondern der Quotient aus Punkten und Spielen. Waldkirchen hat aktuell einen Quotienten von 2,14, Bayreuth sogar 2,23. Der EHC Bayreuth hat also die Nase leicht vorne und würde mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen – gegen ERV Schweinfurt und zwei Mal ERCBayreuth mit personellen Problemen geschlagenIngolstadt 1b – als Tabellenführer in die Playoffs gehen. Dadurch würden die Oberfranken im Viertelfinale der Aufstiegsrunde auf den Zweitplatzierten der Gruppe2 treffen. Waldkirchen auf den Gruppensieger, der EV Aich (13 Spiele, 34 Punkte), EHC Waldkraiburg (14/32), DEC Inzell (13/31) oder ESV Gebensbach (14/27) heißen wird.

Sollte aber Bayreuth ein Spiel verlieren oder einmal, wie vor wenigen Tagen gegen Ingolstadt erst im Penaltyschießen gewinnen, hätten die „Crocodiles“, vier Siegen nach regulärer Spielzeit vorausgesetzt, das Rennen um Rang 1 für sich entschieden. Gedankenspiele wie diese müssen die Waldkirchner ausblenden so gut es geht und stattdessen ihre Leistungen stabilisieren bzw. steigern. Einerseits, um mit zwei Siegen die Qualifikation für die Playoffs abzusichern und andererseits, um mit Selbstvertrauen in die Aufstiegsrunde gehen zu können.

Ihr Rivale EHC Bayreuth war am Samstag ersatzgeschwächt mit nur 14 Spielern nach Regensburg gereist, weil neben fünf Seniorenspielern auch Jugendspieler, die parallel in der U19 antreten mussten, die Fahrt nicht mitmachen konnten. Trotzdem waren die Bayreuther zunächst vor 200 Zuschauern in Führung gegangen, doch nach und nach dominierten die Regensburger um den Ex-Waldkirchnern Dominik Barz. Im zweiten Drittel drehten sie das Spiel auf 2:1 und ließen nichts mehr anbrennen, weil der dezimierten Mannschaft von Trainer Marco Zimmer im letzten Drittel die Kräfte zunehmend ausgingen. Vier Minuten vor Schluss fiel die Entscheidung per Penalty, Sekunden vor dem Abpfiff folgte ein „Empty Net“.

Selbst gefordert sind die „Crocodiles“ wieder am kommenden Sonntag, wenn ab 17.30 Uhr Schlusslicht ERV Schweinfurt erneut in der Waldkirchner Eishalle am Karoli antritt.

Blamage für den ERCRegen beim SchlusslichtApropos Schweinfurt: Die Unterfranken haben am Freitagabend ihre ersten Punkte geholt, feierten im 14. Spiel den ersten Saisonsieg – eine Blamage für den Vorletzten ERC Regen, der nach Verlängerung mit 3:4 unterlag und vor dem gestrigen Heimspiel gegen den EHC Regensburg (5:4 nach Penaltyschießen) zum fünften Mal nacheinander als Verlierer vom Eis ging. Laut Regelwerk hätte das Spiel in Schweinfurt allerdings anders entschieden werden müssen, ist sich „Red Dragons“-Vorstand Günter Steininger sicher: „Wir waren eigentlich alle der Meinung, dass es in der Bezirksliga keine Verlängerung gibt und das Spiel sofort ins Penalty-Schießen geht“, sagt Steininger auf Anfrage. Im Regelwerk des Bayerischen Eissport-Verbandes heißt es dazu: „Eine Verlängerung wird nur im Spielbetrieb der Senioren Bayernliga und Senioren Landesliga durchgeführt.“

Aller Einwände zum Trotz, blieb der Schiedsrichter bei seiner Entscheidung und das finale Tor gelang den abgeschlagenen Tabellenletzten. − aju/mid

Das Spiel EHC Mitterteich – ERC Ingolstadt 1 b musste gestern kurzfristig abgesagt werden, weil die Ingolstädter keine Mannschaft stellen konnten.

(quelle:Heimatsport)