Grippewelle bei den Crocodiles

Eishockey-Drama mit 13 Toren in Waldkirchen: Grippegeschwächte Crocodiles verlieren Halbfinal-Krimi

Knapp mit 6:7 unterlag der ESV Waldkirchen am Sonntag gegen den EV Aich. (Foto: Rainer Schüll)

Was für ein Kampf, was für eine Spannung, was für eine bittere Niederlage! Der ESV Waldkirchen hat am Sonntagabend gegen den EV Aich trotz großer Aufholjagd eine 6:7-Last-Minute-Heimniederlage einstecken müssen. Und dennoch hat der ESV alle Karten in der eigenen Hand, um in die Landesliga aufzusteigen. Die Crocodiles, die sich erst am Freitagabend durch einen 6:3-Sieg gegen Waldkraiburg 1b für das Halbfinale qualifizierten, müssen einen der ersten drei Playoff-Plätze ergattern, um in der kommenden Saison eine Liga höher starten zu dürfen.

Umso bitterer ist die 6:7-Niederlage. Zumal Aich erst zehn Sekunden vor Schluss den Siegtreffer erzielte. Dass es überhaupt soweit kam, damit haben nur die wenigsten der 250 Zuschauer in der Karoli-Eishalle gerechnet. Schließlich waren die Aicher zwischenzeitlich mit 5:2 davongeeilt. Darüber hinaus musste der ESV ausgerechnet in diesem wichtigen Match ohne Christoph Vierlinger, Jakob Duschl, Benjamin Barz und David Vokaty auskommen. Die vier Leistungsträger hatten sich allesamt die Grippe eingefangen.

In der „best-of-three“-Serie benötigt der ESV nun in den verbleibenden zwei Matches gegen Aich zwei Siege, um noch das Finale zu erreichen. Den ersten davon wollen die „Crocodiles“ am Samstag, 10. März (17.15 Uhr) in Aich feiern. Sollte ihnen die Wende gelingen, stünde die Kremhelmer-Truppe im Finale um die Meisterschaft (gegen den Sieger ESC Geretsried/SG Lindenberg) – und als Aufsteiger fest. Sollte der ESV an Aich scheitern, bleibt eine weitere Runde, um den dritten Aufstiegsplatz gegen den Verlierer aus dem Duell Geretsried/Lindenberg zu ermitteln.

ESV Waldkirchen – EV Aich 6:7 / Tore: 1:0 Mario Pichler (4.), 2:0 Manuel Fastenmeier (5.), 2:1 Stephan Kreutzer (8.), 2:2 Herbert Jarczyk (11.), 2:3 Alexander Neumeier (14.), 2:4 Andreas Koller (19.), 2:5 Christian Koller (21.), 3:5 Roman Schreyer (32.), 4:5 Thomas Kremhelmer (41.), 4:6 Matthew Puntneri (43.), 5:6 Thomas Kremhelmer (45.), 6:6 Jakub Pekarek (56.), 6:7 Matthew Punteri (59.); SR Altmann/Weger; 250.