ESV Waldkirchen muss in den Playoffs zwei Runden überstehen, um in die Landesliga aufzusteigen

 

 

Besonderer Jubel: Die Eishockeyspieler des ESV Waldkirchen stoßen mit ihren Fans auf die Vorrundenmeisterschaft an. − Fotos: Rainer Schüll

Waldkirchen. Nein, „grob gefeiert“ hätten sie nicht, berichtete Edi Krutsch gestern am Tag nach dem Gewinn der Vorrundenmeisterschaft in Gruppe 1 der Eishockey-Bezirksliga. „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns“, betont der Vorstand des ESV Waldkirchen im Hinblick auf die am Freitag beginnende Aufstiegsrunde. Für diese haben sich acht Mannschaften qualifiziert. Sie rittern um drei Plätze in der Landesliga. Im Viertelfinale treffen die Waldkirchner „Crocodiles“ – wie gestern berichtet – auf den EHC Waldkraiburg.

Besonderer Schuss: Michael Kaspar (vorne)

verwandelte den Puck beim Torwandschießen und durfte sich feiern lassen. Außerdem gab’s einen Einkaufsgutschein für den Glückstreffer.

Theoretisch sind es nur vier Siege bis zum Aufstieg, denn in der Serie „best of three“ muss die Mannschaft von Spielertrainer Thomas Kremhelmer (39) erst das Viertel- und dann das Halbfinale überstehen, um den Aufstieg perfekt zu machen. Die Halbfinal-Verlierer haben sogar eine zweite Chance, ermitteln im direkten Duell den dritten Aufsteiger. Die beiden Finalisten der Aufstiegsrunde steigen auf und ermitteln zusätzlich den Bezirksliga-Meister Bayerns.

In Waldkirchen werden sie sich weitere Abende wie am Sonntag wünschen, der verlief nahezu perfekt. Wenngleich Spielertrainer Kremhelmer anmerkt, dass die Gäste vom EHC Regensburg zu viele Torchancen bekommen hätten: „Das muss am Wochenende besser funktionieren“, fordert der ESV-Coach. Aber einmal mehr war die Offensive der „Crocodiles“ zu stark für die Gegner beim 6:4-Erfolg vor 350 Zuschauern.

Eines steht jetzt schon fest: Das Viertelfinale zwischen Waldkirchen und Waldkraiburg könnte ein Tor-Festival werden, denn es treffen die beiden offensivstärksten Mannschaften aller 36 Bezirksligisten aufeinander. Waldkirchen erzielte in 18 Partien 131 Treffer, Waldkraiburg 1b im gleichen Zeitraum 130 Tore. Daraus zieht Kremhelmer folgenden Schluss: „Das wird eine harte Nuss, wir müssen von Anfang an konsequent unser Spiel durchziehen. Gut, dass wir das erste Spiel zuhause haben mit unseren Fans im Rücken.“

Besonderer Besuch:

Über das Wiedersehen mit dem früheren Torwart Roman Kondelik (45, l.), der seinen Fanclub aus Hannover begleitete, freute sich ESV-Vorstand Edi Krutsch.

 

Eine schöne Randnotiz zum Spiel vom Sonntag liefert der „Roman-Kondelik-Fanklub“, der für den Nachwuchs der „Crocodiles“ 300 Euro spendete.− mid