Die Krokodile sind noch lange nicht satt

 

Eishockey: ESV Waldkirchen muss vor den Playoffs noch zwei Hauptrundenspiele gewinnen – Sonntag Derby in Regen

In drei Derbys der laufenden Saison haben die Waldkirchner Puckjäger um Thomas Kremhelmer (vorne) gegen die Red Dragons aus Regen insgesamt 31 Tore erzielt. Wie viele folgen am Sonntag? − Foto: Michael Duschl

Waldkirchen sind noch lange nicht satt: Im 17. und vorletzten Hauptrundenspiel, dem vierten Bayerwald-Derby, beim ERC Regen (Sonntag, 18 Uhr) wollen die Waldkirchner Puckjäger ihre starke Form bestätigen und sich weiter Warmschießen für die Playoffs.

Man hört es: Spielertrainer Thomas Kremhelmer und seine Mitspieler, sie wollen unbedingt aus der Eishockey-Bezirksliga aufsteigen. „Zeit wird’s“, meint Kremhelmer erfolgshungrig. Zunächst haben er und seine Mannschaft noch zwei Hauptrundenspiele der Gruppe 1 zu bestreiten. In diesen beiden Partien – am Sonntag in Regen und eine Woche später daheim gegen EHC Regensburg – geht es im Fernduell mit dem EHC Bayreuth um Platz 1 der Gruppe 1. Der wäre nicht nur für die Seele gut, sondern wohl auch für die erste Aufstiegsrunde ein kleiner Vorteil. Allerdings haben die Waldkirchner Rang 1 nicht mehr in eigener Hand. Dazu muss der EHC Bayreuth noch in einem von zwei Duellen mit dem ERC Ingolstadt 1b einen Punkt abgeben. „Ingolstadt hat eine starke Truppe, wir haben uns auch hart getan“, sagt ESV-Spielertrainer Kremhelmer rückblickend auf den 4:1-Sieg seiner Mannschaft gegen Ingolstadt am vergangenen Sonntag. Schon im Januar zwang der ERC die „Tigers“ aus Bayreuth ins Penaltyschießen. Gestern Abend (nach Redaktionsschluss dieser Seite) wollten die Donaustädter den Oberfranken erneut ein Bein stellen. Sollte es ihnen gelungen sein – oder am nächsten Wochenende – gelingen, wollen die „Crocodiles“ parat stehen und mit zwei Siegen die Tabellenführung ins Ziel bringen. „Am Sonntag sehe ich kein Problem“, erklärt Kremhelmer, „alle Spieler sind fit und topmotiviert“.

Erster Playoff-Gegner: Aich, Waldkraiburg oder Inzell?Freilich, eine kleine Gefahr besteht noch, dem ein oder anderen könnten die Playoffs schon zu sehr im Kopf herumschwirren. Deshalb befasst sich Kremhelmer lieber mit Regen als möglichen Gegnern in der Aufstiegsrunde: „Wir müssen gut stehen und Torchancen bekommen wir immer, nur die Torausbeute ist manchmal etwas mager“, verrät der 39-Jährige. In den bisherigen Nachbarduellen hat’s gepasst: 10:2, 11:5 und 10:2 – die „Red Dragons“ sollten also auch am Sonntagabend kein Stolperstein sein.

Abschließend noch ein kleiner Seitenblick auf Gruppe 2, aus der der erste Gegner der Waldkirchner in den Playoffs kommen wird (23., 25. Februar). Der EV Aich wird wohl Erster werden, um Platz 2 kämpfen der EHC Waldkraiburg und der DEC Inzell. Kremhelmer betont, dass es ihm letztlich egal sei, gegen wen er und seine Mannen ran müssen. Am liebsten gegen Waldkraiburg, „das wäre besser von der Fahrerei her“. Das klingt selbstbewusst. So spricht ein Spielertrainer, der in dieser Saison noch lange Eishockey spielen will…− mid