„Crocodiles“ wollen sich von „Hurra Eishockey“ verabschieden

„Crocodiles“ wollen sich von „Hurra-Eishockey“ verabschieden – Zahl an Nachwuchsspielern verdoppelt

 

Mehr Konzentration in der Verteidigung erhofft und erwartet sich von seinen Spielern um Roman Schreyer (rechts) „Crocodiles“-Trainer Thomas Kremhelmer. −Foto: Daniel Fischer/stock4press

Die Karoli-Krokodile sind heiß auf eine Wiedergutmachung: Nach den beiden Heim-Niederlagen gegen Moosburg (4:5) und Freising (1:2) will der Landesliga-Aufsteiger ESV Waldkirchen am Samstagnachmittag gegen den Tabellenzweiten ERSC Amberg (ab 17 Uhr) zurück in die Erfolgsspur. „Das letzte Wochenende war kein Beinbruch, wir müssen uns abschütteln und weiter geht’s“, fordert „Crocodiles“-Trainer Thomas Kremhelmer.

Der 39-Jährige weiß, dass seine Mannschaft auf ein Schwergewicht in dieser Liga trifft. Amberg hat drei Spiele nacheinander gewonnen und möchte diese Serie ausbauen. Allerdings müssen die Wild Lions krankheitsbedingt auf Kapitän Dan Heilman und den verletzten Verteidiger Lukas Salinger verzichten. ERSC-Coach Dirk Salinger hofft, dass seine Mannschaft in Waldkirchen nicht wie zuletzt eine Vielzahl an Torchancen liegen lässt: „Wir sind schon noch sehr verspielt, aber das Wichtigste ist, dass die Chancen überhaupt erarbeitet werden“, wird Salinger in der Mittelbayerischen Zeitung zitiert.

Ähnliche Probleme kennt sein Waldkirchner Pendant: „Nach vorne mache ich mir weniger Gedanken, weil nicht jeder Torhüter solch einen Tag haben wird wie zuletzt der Goalie von Freising“, der die „Crocodiles“ schier zur Verzweiflung trieb. Bei der Aufarbeitung der zweiten und dritten Niederlage mahnt Kremhelmer seine Spieler zu mehr Disziplin. Seine offensivstarke Mannschaft neigt dazu, die Defensivarbeit zu vernachlässigen, was zu 28 Gegentreffern in sieben Spielen führte. „Die Gegentor-Quote ist zu hoch. Wir neigen dazu, wenn wir in Führung gehen, weiter mit Hurra nach vorne zu stürmen, weil wir denken, es läuft schon irgendwie, auch wenn wir das ein oder andere Gegentor bekommen“, erklärt der Waldkirchner Trainer. Das hat den ESV bislang schon einige Punkte gekostet. Dennoch, betont Kremhelmer, „wir sind absolut im Soll und wir wissen, dass wir stark sind“.

Im Heimspiel gegen Amberg verlangt er von seinen Spielern defensiv eine über 60 Minuten konzentrierte Leistung. Fehler wie in der Schlussminute gegen Moosburg dürfen nicht wieder passieren. Da lag der ESV mit 4:3 vorne, spielte in Überzahl und kassierte 30 Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich. Letztlich ging das Spiel im Penaltyschießen verloren und die „Crocodiles“ hatten einen statt drei Punkten mitgenommen.

Personell plagen Kremhelmer vor dem Vergleich mit Amberg keinerlei Probleme. Einzig die Fastenmeier-Brüder werden voraussichtlich nicht auflaufen können.

U9 beim zweiten Bezirksturnier in PassauDer Waldkirchner Eishockey-Trainer Thomas Kremhelmer wird am heutigen Samstag viele Stunden in der Eishalle verbringen. Vor dem Landesliga-Heimspiel gegen Amberg ist er nämlich mit der U9 beim Bezirksturnier in der Passauer EisArena zu Gast (ab 10.15 Uhr/Spielzeit 24 Minuten). Dann geht es wieder gegen die Nachwuchsspieler aus Passau, Vilshofen und Dingolfing. „Wichtig ist, dass die Jungs Spaß haben und merken, warum sie zwei Mal pro Woche aufs Eis gehen“, betont Kremhelmer, der 16 bis 18 U9-Spieler und eine Torhüterin um sich versammelt. Ganz ungeduldig würden die jungen Sportler ihn immer fragen in den Übungseinheiten (ohne Puck und Schläger): „Wann spielen wir endlich Eishockey“, berichtet der Coach schmunzelnd. Doch die Begeisterung ist hoch, sowohl bei der U9 als auch im Verein. „Wir haben die Anzahl an Nachwuchsspielern fast verdoppelt in den letzten beiden Jahren“, merkt Kremhelmer an. Aktuell würden nahezu 50 junge Puckjäger beim ESV trainieren. − mid