Crocodiles müssen in die Abstiegsrunde

 

Crocodiles müssen in die Abstiegsrunde

Eishockey: ESV Waldkirchen zittern nach 7:8 n.V. in Amberg und 3:5 in Vilshofen um Verbleib in der Landesliga

Dieses Foto sagt alles: Der ESC Vilshofen um Benjamin Franz hat nach dem Derbysieg gegen den ESV Waldkirchen um Torwart Tobias Lienig allen Grund zu jubeln. −Foto: Daniel Fischer/stock4press

Vilshofen/Waldkirchen. Freudige Wölfe, niedergeschlagene Krokodile: Der ESV Vilshofen hat am gestrigen Sonntagabend vor mehr als 400 Zuschauern das Eishockey-Derby der Landesliga Gruppe 1 gegen den ESV Waldkirchen mit 5:3 (2:1, 2:0, 1:2) gewonnen und sich damit vorzeitig für die Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten qualifiziert. Die Waldkirchner dagegen haben nach der gestrigen Niederlage und dem 7:8 nach Verlängerung bei Tabellenführer ERSC Amberg am Freitag keine Chance mehr auf Platz 5 – sie müssen um den Verbleib in der Landesliga Zittern und spielen ab 13. Januar 2019 in der Abstiegsrunde mit den restlichen Hinterbänklern der Gruppe 1.

Die tolle Kulisse im Freibadstadion bildete einen würdigen Rahmen für dieses Derby. Und die Fans bekamen schon vor dem ersten Bully ein Feuerwerk zu sehen, als die beiden Wölfe-Cracks Vater und Sohn Milan Blaha auf dem Eis von Vorstand Christian Altmann, verabschiedet wurden. Das Spiel ließ danach mit Höhepunkten nicht lange auf sich warten. In der vierten Minute nutzten die Gäste die erste Strafzeit des ESC zur 1:0-Führung durch ihren Topscorer Vladimir Skoda.

Doch die Wölfe schlugen nur 41 Sekunden später – ebenfalls in Überzahl – zurück. Der Ex-Waldkirchner Andreas Toth versenkte den Puck eiskalt zum 1:1. Nun hatten die Vilshofener Wölfe Oberwasser und Joachim Neupert ließ die ESC-Anhänger erneut jubeln, als er einen Schuss präzise ins Kreuzeck drosch (10.).

Ohne großes Abtasten auf beiden Seiten ging es aus der ersten Pause aufs Eis. Toth passte in der 24. Minute auf den freistehenden Benny Franz, der zum 3:1 einnetzte. Danach boten sich die Teams einen offenen Fight. Die Wölfe konnten mehrere Überzahlsituationen nicht für weitere Tore nutzen. Erst kurz vor Ende des Mitteldrittels erhöhte Robert Suchomski zum vielumjubelten 4:1 – vermeintlich die Vorentscheidung.

Aber: Im letzten Abschnitt erhöhten die Gäste die Schlagzahl und verkürzten durch David Vokaty und Skoda binnen weniger Sekunden auf 3:4 (48., 49.). Die Crocodiles drängten anschließend vehement auf den Ausgleich, um wie im Hinspiel (5:4 n.V. für den ESV) eine Verlängerung zu erzwingen. Es sollte nicht gelingen. Stattdessen erzielten die Vilshofener durch Vladimir Gomov ein Empty-Net-Goal zum 5:3-Endstand, und die Vilshofener jubelten nach der Schlusssirene ausgelassen.

Für die Waldkirchner geht es also – nach dem letzten Vorrundenspiel am Sonntag gegen Bad Aibling (17.30 Uhr) – laut Durchführungsbestimmungen des Bayerischen Eissportverbandes (BEV) ab 13. Januar gegen den Abstieg. Ab Platz 6 der Vorrunde wird demnach in einr Einfachrunde ein Absteiger ausgespielt, der direkt in die Bezirksliga muss.

Ohne sechs Spieler starke Leistung in AmbergAm Freitag hatten die Karoli-Krokodile beim neuen Tabellenführer ERSC Amberg ohne sechs Spieler Benni Barz, Petr Zich, Jakub Pekarek, Manuel Fastenmeier, Roman Schreyer und Tim Hirtreiter antreten müssen und trotz ansprechender Leistung in der Verlängerung unglücklich verloren. − rmo/redESC Vilshofen – Waldkirchen 5:3 (2:1, 2:0, 1:2) / Tore: 0:1 Vladimir Skoda (03:53); 1:1 Andreas Toth (4:34); 2:1 Joachim Neupert (09:47); 3:1 Franz Benjamin (23:14); 4:1 Robert Suchomski (39:17); 4:2 David Vokaty (47:55); 4:3 Skoda (47:31); 5:3 Vladimir Gomov(59:04). Strafminuten: 6 / 10; Zuschauer: 322.

ERSC Amberg – ESV Waldkirchen 8:7 n.V. (1:1, 4:3, 2:3, 1:0) / Tore: 0:1 Robert Vavroch (6:40); 1:1 Bernhard Keil (19.12); 2:1 Sebastian Aukofer (27:56); 2:2 Vladimir Skoda (28:20); 2:3 Jakub Marek (31:00); 3:3 Keil (33:10); 4:3 Daniel Troglauer (36:23); 5:3 Keil (37:26); 5:4 Skoda (39:22); 6:4 Keil (45:30); 6:5 Skoda (46:59); 7:5 Florian Wrobel (49:06); 7:6 David Vokaty (49:51); 7:7 Vavroch (53:29); Strafminuten: – / 12 + 10; Zuschauer 550.